Der Kalkreaktor Der Kalkreaktor und seine Wirkungsweise von M. Ratz  Betriebsbereites Komplettsystem zur Herstellung von Calciumhydrogencarbonat und Gleichgewichtskohlensäure für Korallenbecken. Im Korallenriff-Aquarium ist der Calciumhydrogencarbonatgehalt ein wichtiger Parameter, von welchem die Kalkbildungsrate und somit das  Wachstum der Korallen in entscheidendem Maße abhängt. Als Hauptkomponente des Puffersystem nimmt er starken Einfluss auf den pH-  Wert. Ohne geeignete Gegenmaßnahme kommt es sehr bald zu Kalkmangel verbunden mit zumindest stark verringertem Wachstum  kalkverbrauchender Organismen. Der ratz Kalkreaktor ermöglicht auf einfache Weise und mit hohem Wirkungsgrad Calciumhydrogencarbonat samt der nötigen  Gleichgewichtskohlensäure zu produzieren und dem Aquarienwasser kontinuierlich zuzuführen. Aufgrund der geringen Bauhöhe (Stand by 75  & 110) kann der Kalkreaktor unter das Aquarium gestellt werden, oder auch in den Filtersumpf, wie beim Kompaktfilter Mod.: 600 & 1200. Das  Modell 800 muss an die Wand geschraubt werden. Zahlreiche Niedere Tiere besitzen ein Skelett oder Gehäuse aus Calciumcarbonat. Symbiotisch lebende Stein- oder Weichkorallen, welche  diese Stoffe nicht über das Futter aufnehmen können, müssen sie aus dem Umgebungswasser entziehen. Wachstum und Wohlbefinden  solcher Arten hängen entscheidend vom hohen Kalkgehalt des Wassers ab. Erst die Erkenntnisse der vergangenen Jahre ermöglichen  überhaupt ein Wachstum riffbildener Steinkorallen mit großem Erfolg. Der Aquazoo Düsseldorf konnte mit einem konstruktionsgleichen Gerät  (Volumen 20 l) in seinem 20.000 Liter Panoramabecken das Wachstum von Acropora-Arten um 100% steigern, bei Xenia noch weit darüber;  bei den übrigen Weich- und Steinkorallen im Durchschnitt um 50%. Auch die Zooxanthellen besitzenden Anthozoen wuchsen deutlich besser.  Wirbellose mit kalkabscheidenden Zooxanthellen fangen mit einem hohen Calciumwert allein wenig an, auch Hydrogencarbonat muss in  ausreichender Menge enthalten sein. Durch die Aufkalkungsmethode mit Kalkwasser (Calciumhydroxid) lässt sich zwar der Calciumgehalt des Aquarienwassers erhöhen, dabei wird jedoch abhängig vom Kohlendioxidgehalt wenig oder gar kein Hydrogencarbonat gebildet. Bei größerem Steinkorallenbesatz lässt sich mit einem ratz Kalkreaktor beides in ausreichender Menge dem Ökosystem zuführen. Die von  der Turbine geförderte Wassermenge fließt zum größten Teil (99%) "kurzgeschlossen" über einen internen Kreislauf (Durchsatz 300-600-  2000l/h-<), wodurch sich die durchschnittliche Verweildauer des Wassers im Reaktor um ein vielfaches verlängert, was ganz entscheidend für  die Wirkungsweise des Stand by 75 ; 110; Mod.: 800 & größer ist. Um diesen weiter zu steigern, herrscht ein erhöhter Innendruck in den  Reaktionskammern. Besonders bei den Großanlagen wird der Innendruck auf bis zu 0,5 bar erhöht. Nur eine geringe Wassermenge wird aus diesem Kreislauf exakt dosierbar zurück ins Aquarium geleitet. Das zugeführte CO2 wird aufgrund der Konstruktion (CO2-Zuführung über den Einlass) von der Turbine optimal verwirbelt, so dass sich im Reaktorbett die unzähligen CO2-Bläschen  auf der großen Oberfläche des feinkörnigen Reaktorsubstrates verteilen können. Im Zusammenspiel von Innendruck, langer Verweildauer,  hoher Fließgeschwindigkeit, optimalem Kohlensäuregehalt (pH unter 7) und Zerstäubung das Reaktorwasser, werden die gewünschten  Substanzen optimal in Lösung gebracht. Durch das häufige Leiten des Reaktorwassers über das Substrat, gesättigt mit Kohlensäure wird das Reaktorwasser so extrem  calciumhydrogencarbonathaltig, dass schon eine geringe Wasseraustauschmenge (mittels Hahn dosierbar) zur Aufkalkung des  Aquarienwassers ausreicht. Damit wird im Gegensatz zu einfachen Durchlaufgeräten der Eintrag überschüssiger Kohlensäure ins Aquarium  auf ein völlig problemloses Minimum reduziert. Die Kreislaufschaltung bewirkt zum anderen eine maximale Ausnutzung des zugeführten  Kohlendioxids. Durch die optimale Pufferung des Aquarienwasser bei Einsatz mit unserem Kalkreaktor Stand by 75 & 110 (Mod.; 800) erübrigt  sich der Einsatz teurer elektronischer Regeltechnik. Natürlich kann man unsere Kalkreaktoren auch mit pH Regelung betreiben. Hierzu setzen  Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Großanlagen hingegen müssen mit einer pH- Regelung betrieben werden. Wachstumsfördernde Carbonathärten im Becken von 12 Grad (optimaler Wachstumswert) lassen sich mit dem ratz Kalkreaktor problemlos  erreichen, da das Auslaufwasser i.d.R. Carbonathärten von über 30 Grad aufweist. Höhere Werte sind zwar ebenfalls leicht möglich, bringen  dann aber keine Verbesserung mehr. Da das Leistungsvermögen eines Kalkreaktors in erheblichem Maße von der Art des verwendeten  Substrates abhängt, ist die Befüllung des Kalkreaktors Stand by 75 & 110 (Mod.: 800) in seiner Zusammensetzung Ergebnis langer  Messreihen. Bei ungeeigneter Befüllung kann die Wirksamkeit um bis zu 70% sinken, und wenn das verwendete Substrat keinen hohen  Reinheitsgrad aufweist nehmen die Lager in den Pumpen erheblichen Schaden, bishin zur fölligen Zerstörung der Pumpe.  Bei der Auflösung des Substrates gelangen genau die Elemente ins Aquarium, welche die Korallen bei der Kalkbildung dem Wasser entzogen hatten. Eine biologischere Zuführung der Kalkaufbaustoffe ist also kaum möglich und Ursache für den großen Erfolg dieses Systems. Ein anderer positiver Nebeneffekt ergibt sich aus der Ausfällrate von Calciumcarbonat, welche bei Steigerung des  Calciumhydrogencarbonatanteils zunimmt. Bei der Ausfällung von Calciumcarbonat werden stets auch gelöste Phosphate mitgerissen und als schwerlösliches Calciumhydrogenphosphat an Festsubstanzen gebunden. Für eine Korallenpflege ist ein minimaler Phosphatwert von großer Bedeutung, da Phosphat den Kalkbildungsprozess erheblich stört und ein Bohralgenwachstum begünstigt.  
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